Meine 4K YouTube Ausrüstung 2016

9 YouTube Tricks, die Deinen Kanal schneller wachsen lassen

Wahrscheinlich die häufigste Frage, die man auf YouTube gestellt bekommt, ist die nach der YouTube Ausrüstung:

“Welche Kamera benutzt Du für YouTube? Welches Objektiv war das?”

Wenn Du Dich etwas mit dem Thema Videoausrüstung beschäftigst, wirst Du schnell feststellen, dass bestimmte Teile sich bei vielen Kanälen wiederholen. Einfach deshalb, weil es unter YouTubern mittlerweile so etwas wie einen Standard gibt.

Lange Zeit gehörte die Canon EOS 600D (oder einer der Nachfolger, die eine identische Bildqualität bieten) zu dieser “Standard-Ausrüstung”, sowie ein Canon 50mm F/1.8 Objektiv und das Sigma bzw. Tamron 17-50mm F/2.8 Zoom. Ein Setup mit dem sich so ziemlich jedes Format umsetzen lässt:

Von Vlogs, Technik Videos bis hin zu Beauty-YouTubern wirst Du überall die Canon 600D im Einsatz finden. Und auch das günstige 50mm Objektiv steht auf vielen Empfehlungslisten für Einsteiger ganz weit oben.

Doch mittlerweile wagen immer mehr Kanäle den Sprung zu 4K – was mangels Canon-Alternativen gezwungenermaßen mit einem Herstellerwechsel einhergeht. Das sorgt für eine neue Vielfalt bei der YouTube Ausrüstung der großen und bekannten Kanäle.

Wie so eine aktuelle und relativ zukunftssichere YouTube Ausrüstung für 2016 aussehen kann, möchte ich Dir auf dieser Seite zeigen. Hier findest Du die Produkte, die ich täglich für meine Videos nutze und die Dir meiner Meinung nach das beste Verhältnis zwischen Preis und Qualität bieten.

Da diese Auflistung nun doch etwas lang geworden ist, hier eine kurze Übersicht zum Inhalt, falls Dich nur eine bestimmte Kategorie interessiert:


Inhalt:


Meine aktuelle YouTube Ausrüstung

Bevor es losgeht möchte ich aber ausdrücklich sagen, dass Deine Idee und Deine Umsetzung immer – wirklich in jedem einzelnen Fall – viel wichtiger ist, als die Videoausrüstung, die Du benutzt. Deine Story ist das, was die Aufmerksamkeit Deiner Zuschauer hält und nicht die Bild- und Tonqualität Deiner Videos.

Kamera: Panasonic Lumix G70 (auch bekannt als G7)

Als Kamera benutze ich seit Ende 2015 ausschlißelich nur noch die Panasonic Lumix G70 – überall außerhalb von Deutschland übrigens als G7 bekannt. Dabei handelt es sich um eine Systemkamera aus der mittleren Preisklasse. Da ich eine sehr genaue Vorstellung der Art von Videos habe, die auf meinem Kanal erscheinen sollen, habe ich die G70 als reinen Body ohne Kit-Objektiv gekauft. Damals für den Preis von 650 Euro.

Für jemanden der aber noch nicht sehr viele Videos produziert hat, empfehle ich die G70 inklusive Kit-Objektiv zu kaufen. Hier dürfte der Preis mit Objektiv solangsam in die Regionen kommen, die ich alleine für den Body bezahlt habe und das Kit-Objektiv ist für die meisten Einsatzzwecke sehr brauchbar.

Objektiv: Olympus 25mm F/1.8

Mein absolutes Allround-Objektiv ist das Olympus M.ZUIKO 25mm F/1.8. Dieses Objektiv habe ich so gut wie immer an meiner Kamera dran. Es ist leicht, schnell und sehr hochwertig gefertigt. Mit einer Brennweite von 25mm entspricht es durch den Cropfaktor der Panasonic G70 einer Perspektive von einem 50mm Objektiv auf einer Fullframe-Kamera.

Das klingt jetzt erstmal verwirrend, aber Du kannst es Dir so vorstellen: Es ist nicht zu nah dran, so dass ich wegen Verwacklern nicht mehr aus der Hand filmen kann. Und nicht zu weitwinklig, so dass ich gar keine Tiefenunschärfe (Bokeh!!!) mehr habe. Ein guter Kompromiss also, der für mich in sehr vielen Situationen einsetzbar ist.

Allerdings verwende ich auch noch ein paar andere, alte Objektive von Nikon. Dazu gehört zum Beispiel ein 85mm F/1.8 und ein 50mm F/1.8. Mittels eines Metabones Speed Booster kann ich Nikon-Objektive an meine G70 befestigen und habe nebenbei dadurch noch ein paar weitere Vorteile. Welche genau, kannst Du Dir in diesem Video ansehen:

Meine Tonausrüstung

Wenn Du allerdings in eine bessere Video-Qualität investieren möchtest, solltest Du an aller erster Stelle beim Ton beginnen. Man kann es garnicht oft genug sagen: Deinen Zuschauern fällt eine schlechte Tonqualität viel schneller auf, als eine minderwertige Bildqualität.

Um den Ton meiner Videos möglichst sauber hinzubekommen – ohne das Budget zu sprengen – verwende ich hautsächlich drei Mikrofone:

Lavaliermikrofon Rode SmartLav+

Das wohl meistverwendete Mikrofon ist bei mir das Rode SmartLav+. Dabei handelt es sich – wie der Name schon sagt – um Lavalier-Mikrofon. Also ein Mikrofon, das Du zum Beispiel an Deinem Kragen befestigen kannst und so aus kleiner Entfernung den Ton aufnimmst.

Das schöne am SmartLav+ ist vor allem der Preis. Da Du alleine mit diesem Mikro und Deinem Smartphone aufnehmen kannst, sparst Du Dir eine teure Funkstrecke. Außerdem ist es sehr klein und mobil, wodurch ich es einfach immer dabei habe.

Einen Eindruck der Tonqualität bekommst Du zum Beispiel im Video zum Metabones Speed Bosster wieter oben. Dort habe ich ausschlißelich das Rode SmartLav+ für den Ton benutzt.

Richtmikrofon Rode VideoMicro

Das VideoMicro von Rode ist unter meinen Mikros definitiv das hochwertigste. Wenn Du die Tonquelle nah am Mikrofon hast, ist der Ton für meinen Geschmack nahezu perfekt.

Leider ist das aber nicht immer möglich, so dass das VideoMicro dann auf Grund der Entfernung natürlich störende Umgebungsgeräusche mit aufnimmt. Wohlgemerkt ist das kein Fehler des VideoMiro, sondern einfach eine Eigenschaft von Mikrofonen im allgemeinen: Je weiter weg sie von der Tonquelle sind, desto mehr Rauschen hast Du am Ende auf Deiner Tonspur.

Obwohl ich das Rode VideoMicro praktisch immer auf meiner Kamera montiert habe, ist das SmartLav+ aus dem eben genannten Grund das von mir am meisten genutzte Mikro. Trotzdem lasse ich das VideoMicro immer mitlaufen, damit ich ein Backup habe, falls das SmartLav+ ausfallen sollte (noch nie passiert), oder ich bei der Aufnahme Mist baue (schon paar Mal passiert).

USB Mikfrofon Blue Snowball

Mit dem Blue Snowball hat bei mir alles angefangen. In meinen ersten Videos (peinlich die heute anzusehen :)) habe ich nur einen Voice Over aufgenommen und war nicht im Bild zu sehen. Für Voice Overs eignet sich das Blue Snowball auch heute noch sehr gut, da Du dann ohne irgendwelche Dateien übertragen zu müssen, einfach direkt auf Deinem Computer aufnehmen kannst.

Außerdem ist das Blue Snowball Mikro ideal als Kopfhörer-Ständer für meine Audio Technica M50 auf dem Schreibtisch (kein Witz), wobei es dafür sicher auch günstigere Alternativen gibt. ^^

Meine Videobeleuchtung

Zur Beleuchtung meiner Videos nutze ich die Fotolampen und Schirme von RPGT. Wenn Du nicht vor hast komplette Räume zu beleuchten, ist dieses Set für den Einstieg absolut ausreichend. Allerdings ist es nicht sehr mobil, wodurch ich es nur zum filmen im Haus nutze.

Wenn Du draußen auf zusätzliche Beleuchtung angewiesen bist, solltest Du Dir unbedingt eine LED Videobeleuchtung ansehen. Da hast Du nämlich die Möglichkeit, Dein Equipment mit Hilfe von relativ kompakten und leichten Akkus mit Strom zu versorgen.

Mein DSLR Video Zubehör

Eine meiner ersten Investitionen in meine YouTube Ausrüstung, war ein vernünftiges Video-Stativ. Hier habe ich mich für das Velbon DV-7000 entschieden und bin bisher sehr zufrieden damit. Mit dabei ist der Videokopf PH-358, der für diesen Preis echt sehr sanfte Schwenks möglich macht.

Damit beim Aufnehmen nichts schief geht, habe ich unter anderem immer mindestens zwei Akkus und auch zwei Speicherkarten bei mir. Für die G70 verwende ich den Akku von Patona. Der hält zwar ein wenig kürzer als der Originalakku, kostet aber auch weniger als die Hälfte. Wie langlebig er ist, wird sich allerdings noch zeigen.

Meine SD-Speicherkarte ist die Transcend SDXC U3 64GB. Die gleiche Karte gibt es auch in einer 128GB-Version. Wichtig ist nur, dass Du auf die Spezifikation „U3“ achtest. Das bedeutet, dass diese Karte schnell genug für Aufnahmen in 4K ist, da die Datenrate sehr hoch sein kann.

Außerdem immer in meiner Kameratasche zu finden: Ein ND-Filter. Genauer gesagt drei! Hier benutze ich ein Bundle von Haida, bei dem direkt alles nötige mit dabei ist. Du bekommst drei ND-Filter in unterschiedlicher Stärke, einen neuen Objektivdeckel und passende Hüllen für die Filter. Für die 77mm-Variante habe ich mich deshalb entschieden, weil diese Größe mit Hilfe von Step-Up-Ringen auf jedes meiner Objektive passt. So erspare ich mir den Kauf von ND-Filtern in verschiedenen Größen.

Computer und Software für Videobearbeitung

Last but not least eine Übersicht der von mir verwendeten Software und Hardware. Alle Programme laufen bei mir auf einem Dell XPS 8700 Rechner mit einem Dell UltraSharp U2412 Monitor.

Seit einigen Monaten nutze ich für die Videobearbeitung ausschließlich nur noch DaVinci Resolve 12, das es in der Basisversion kostenlos gibt und im Prinzip alle Funktionen (und mehr) von Produkten wie Premiere Pro und Final Cut beinhaltet. Für die Bearbeitung von Bildern kommt bei mir Gimp zum Einsatz.

Ansonsten benutze ich fast täglich Google Docs und Amazon Storywriter, um Skripte und Artikel zu schreiben.

Wenn Du noch Details zum Backend dieser Webseite erfahren möchtest, sieh Dir unbedingt meine Anleitung zur Erstellung einer eigenen Homepage an.

Ansonsten erreichst Du mich für Fragen zu meinem Equipment in den Kommentaren. Schreib mir, wenn Du zu einem bestimmten Teil gerne ein Review hättest. Gerne kann ich Dir Tipps und Ideen geben, welche Videoausrüstung zu Dir passt.

6 Idee über “Meine 4K YouTube Ausrüstung 2016

    • videoqamara sagt:

      Danke Fabian, bin auch sehr zufrieden damit. So schnell werden da wahrscheinlich keine „größeren“ Upgrades kommen. 🙂

  1. Pingback: Canon 5D Mark IV: Was wir von der Kamera erwarten können - Qamara

  2. Lukas sagt:

    Moin Bruno,
    zuerst möchte ich dir sagen das ich deine Videos ziemlich gut finde! Weiter so
    Um dir ein bisschen zu helfen wollte ich dir sagen das du als du das Stativ beschreibt bei sanft das s vergessen! Passiert jeden Mal (Wahrscheinlich hab ich in dem Kommentar mehr Fehler 😀

    Schönen Tag noch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.